Centro Storico
UNESCO-Welterbe rund um Dom und Signoria
Übersicht
Die 6 Stadtviertel von Florenz im Überblick – vom Welterbe-Zentrum bis zum Aussichtshügel: wo es sich lohnt, was gratis ist und wo du am besten wohnst.
UNESCO-Welterbe rund um Dom und Signoria
Künstler- und Handwerkerviertel südlich des Arno
Lebendiges Leder- und Ausgehviertel um die Basilika
Markt- und Medici-Viertel nördlich des Doms
Bahnhofs- & Einkaufsviertel mit Renaissance-Basilika
Stilles Oltrarno-Viertel am Aussichtshügel
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Florenz ist kompakt, fast alles liegt zu Fuß beieinander – trotzdem hat jedes Viertel seinen eigenen Charakter. Das Centro Storico ist der historische Kern und seit 1982 UNESCO-Welterbe: Hier drängen sich der Dom mit Brunelleschis Kuppel, die Uffizien, der Palazzo Vecchio und die Piazza della Signoria auf engstem Raum. Weil hier die Fahrverbotszone (ZTL) gilt, erlebst du das Zentrum ohnehin am besten zu Fuß.
Jenseits des Arno liegt das Oltrarno, das traditionsreiche Handwerker- und Künstlerviertel hinter dem Ponte Vecchio – mit dem gewaltigen Palazzo Pitti, dem Boboli-Garten und der lebendigen Piazza di Santo Spirito. Östlich des Zentrums gruppiert sich das studentisch-lebhafte Santa Croce um die Franziskanerbasilika Santa Croce mit den Gräbern von Michelangelo und Galilei.
Nördlich des Doms vereint San Lorenzo & San Marco das Markt- und Medici-Viertel: die Basilica di San Lorenzo, der überdachte Mercato Centrale und – rund um die Piazza San Marco – die Galleria dell’Accademia mit Michelangelos David. Das Santa Maria Novella rund um den Hauptbahnhof ist das Ankunftstor der Stadt, mit Albertis Renaissance-Fassade an der Basilica di Santa Maria Novella. Das kleine San Niccolò schließlich liegt am Fuß des Aussichtshügels und ist der Aufstieg zum Piazzale Michelangelo.
Kein Stadtviertel verlangt Eintritt – das Durchqueren, die Plätze und die Gassen sind überall kostenlos. Bezahlt wird nur für einzelne Attraktionen innerhalb der Viertel. Am weitesten kommst du ohne Ticket in San Niccolò: Sowohl der Piazzale Michelangelo mit dem berühmten Stadtpanorama als auch die romanische Kirche San Miniato al Monte sind frei zugänglich.
Die größten Kassen-Posten liegen im Centro Storico (Uffizien ab 25 €, Dom-Kombipässe ab 15 €, Palazzo Vecchio ab 12 €), im Oltrarno (Palazzo Pitti ab 16 €, Boboli-Garten ab 10 €) und im San Lorenzo & San Marco (Galleria dell’Accademia ab 20 €, Cappelle Medicee ab 11 €). In Santa Croce kostet die Basilika 10 € und das Bargello ab 12 €, in Santa Maria Novella die Basilika 7,50 €. Wer also viel sehen will, plant die Eintritte gezielt – das Flanieren selbst bleibt kostenlos.
Für den Besuch teilen wir die Altstadt in sechs gut begehbare Viertel: Centro Storico (das UNESCO-Zentrum), Oltrarno (jenseits des Arno), Santa Croce (östlich), San Lorenzo & San Marco (nördlich des Doms), Santa Maria Novella (am Hauptbahnhof) und San Niccolò (am Aussichtshügel). Alle liegen so nah beieinander, dass du sie zu Fuß verbinden kannst.
Alle sechs – durch kein Viertel zahlst du Eintritt, das Bummeln über Plätze und durch Gassen ist überall gratis. Komplett ohne kostenpflichtige Hauptattraktion kommt vor allem San Niccolò aus: Sowohl der Piazzale Michelangelo als auch die Kirche San Miniato al Monte sind frei zugänglich. In allen anderen Vierteln kosten nur die Museen, Paläste, Gärten und Kirchen Eintritt – etwa die Uffizien (ab 25 €) im Centro Storico oder der Palazzo Pitti (ab 16 €) im Oltrarno.
Das Centro Storico ist Pflicht: das UNESCO-Welterbe-Herz seit 1982, in dem Dom, Uffizien, Palazzo Vecchio und die Piazza della Signoria fußläufig beieinanderliegen. Als ruhigeren, authentischen Gegenpol lohnt das Oltrarno mit seinen Werkstätten und dem Palazzo Pitti. Wer Aussicht ohne Eintritt sucht, geht nach San Niccolò hinauf zum Piazzale Michelangelo.
Das Centro Storico legt dich mitten zwischen alle Highlights, ist aber teuer und tagsüber voll. Etwas ruhiger und lokaler wohnst du im Oltrarno, das übers Ponte Vecchio in Minuten mit dem Zentrum verbunden ist. Santa Maria Novella am Hauptbahnhof ist ideal bei Anreise per Zug, Santa Croce eher fürs Ausgehen am Abend. Beachte im Zentrum die Fahrverbotszone (ZTL) – ein Auto ist dort tabu.