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Uffizien

Renaissance-Galerie der Medici am Arno

Die Galleria degli Uffizi birgt die weltweit bedeutendste Renaissance-Sammlung – Botticellis Geburt der Venus, Leonardo, Raffael, Caravaggio. Zeitfenster-Ticket vorab buchen.

Uffizien
Inhalt

Das Herz der Renaissance

Die Uffizien (Galleria degli Uffizi) sind eines der berühmtesten Kunstmuseen der Welt und beherbergen die bedeutendste Sammlung der Renaissance. Untergebracht sind sie im einstigen Verwaltungsgebäude der Medici – italienisch uffizi heißt schlicht „Büros” –, das Giorgio Vasari ab 1560 im Auftrag von Cosimo I. errichtete. Die Galerie zieht sich als langer, lichtdurchfluteter Korridor im obersten Stockwerk über zwei Flügel und bietet aus ihren Fenstern den Blick auf den Arno und die Dächer der Altstadt.

Aus der privaten Kunstsammlung der Medici wurde 1769 ein öffentliches Museum – eines der ältesten der Welt. Den Grundstock sicherte Anna Maria Luisa de’ Medici, die letzte ihrer Linie, die 1743 per Vertrag verfügte, dass die Sammlung niemals Florenz verlassen dürfe. Diesem „Patto di famiglia” verdankt die Stadt bis heute, dass ihre Kunstschätze hier geblieben sind.

Botticelli, Leonardo, Caravaggio

Die Sammlung ist chronologisch geordnet und führt vom Mittelalter bis zum Barock. Die berühmtesten Säle gehören Sandro Botticelli: Hier hängen die „Geburt der Venus” und die „Primavera”, zwei der meistreproduzierten Bilder der Kunstgeschichte. Gleich nebenan steht Leonardo da Vincis frühe „Verkündigung” und die unvollendete „Anbetung der Könige”.

Weiter geht es zu Michelangelos „Tondo Doni” – seinem einzigen vollendeten Tafelbild in Florenz –, zu Raffaels Madonnen und Porträts, zu Tizians „Venus von Urbino” und zu zwei Schlüsselwerken Caravaggios, dem „Medusenschild” und „Bacchus”. Dazu kommen Werke von Giotto, Piero della Francesca, Dürer und Rembrandt. Wer Hintergründe zu Epoche und Künstlern sucht, findet sie im Guide Renaissance-Kunst.

Seit Dezember 2024 ist auch der Vasari-Korridor wieder offen – jener fast einen Kilometer lange, hochgelegene Gang, den Vasari 1565 baute, damit die Medici unbeobachtet von den Uffizien über die Ponte Vecchio zum Palazzo Pitti wechseln konnten. Nach achtjähriger Restaurierung führt er heute als barrierefreier Panoramaweg nur mit gesonderter Reservierung über den Fluss; pro Gruppe sind maximal 25 Personen zugelassen.

Tickets, Preise und Reservierung

Der Besuch ohne Vorabbuchung ist möglich, aber unklug: Die Schlangen vor dem Eingang gehören zu den längsten der Stadt. Ein Zeitfenster-Ticket über die offizielle Seite ist faktisch das einzige sinnvolle Skip-the-Line – einen separaten Fast-Track-Tarif gibt es nicht.

  • Regulär: 25 EUR an der Tageskasse, 29 EUR mit Vorabbuchung. Die Differenz ist die Reservierungsgebühr – sie lohnt sich angesichts der Wartezeiten fast immer.
  • Nachmittags-Rabatt (seit 1. Januar 2026): Wer ab 16 Uhr eintritt, zahlt nur 16 EUR an der Kasse bzw. 20 EUR im Voraus – die günstigste reguläre Variante, mit dem Nebeneffekt geringeren Andrangs.
  • Ermäßigt 2 EUR für EU-Bürger von 18 bis zum Tag des 25. Geburtstags (auch Schweiz, Norwegen, Liechtenstein u. a.). Frei unter 18 Jahren (unter 12 nur in Begleitung Erwachsener), für Menschen mit Behinderung samt einer Begleitperson sowie für Studierende und Lehrende einschlägiger Fächer.
  • Erster Sonntag jedes Monats: Eintritt für alle frei, ohne Reservierung und mit entsprechendem Anstehen.
  • Gruppen ab 11 Personen zahlen einen Zuschlag von 70 EUR pro Gruppe.

Für mehrere Häuser gibt es Kombi- und Mehrtagestickets: Uffizien plus Vasari-Korridor für 43 EUR (47 EUR vorab), der Korridor allein für 20 EUR (24 EUR vorab). Das 5-Tage-PassePartout für Uffizien, Pitti und Boboli kostet 40 EUR, mit Korridor 58 EUR. Wie man Tickets für die Florentiner Museen rechtzeitig sichert, steht im Guide Tickets reservieren; ob sich für längere Aufenthalte ein Pass lohnt, klärt der Firenze-Card-Guide.

Öffnungszeiten und beste Zeit

Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 8:15 bis 18:30 Uhr, der letzte Einlass ist um 17:30 Uhr. Montags geschlossen, ebenso am 1. Januar und 25. Dezember. Eine saisonale Sommer-/Winterstaffelung gibt es nicht – die Zeiten gelten das ganze Jahr.

Am entspanntesten ist der Besuch zum ersten Einlass um 8:15 Uhr, bevor die Tagesgruppen kommen, oder ab 16 Uhr, wenn zugleich der Nachmittags-Rabatt greift. Die Wochenmitte und die Nebensaison bedeuten kürzere Schlangen. Für den vollständigen Rundgang solltest du 2,5 bis 3,5 Stunden einplanen; das ist ein Erfahrungswert, keine offizielle Vorgabe, und die Sammlung lässt sich bei wenig Zeit gut auf die Botticelli-, Leonardo- und Caravaggio-Säle konzentrieren.

Gut zu wissen

  • Garderobenpflicht: Rucksäcke, größere Taschen, Schirme und sperrige Gegenstände müssen vor dem Rundgang kostenlos abgegeben werden. Essen und Trinken sind in den Ausstellungsräumen verboten.
  • Fotografieren ist für private Zwecke erlaubt, jedoch ohne Blitz, Stativ und Selfie-Stick; Leihgaben in Sonderausstellungen dürfen nicht abgelichtet werden.
  • Barrierefrei: Aufzüge erreichen alle Ebenen, es gibt barrierefreie Toiletten und kostenlose Leih-Rollstühle an der Garderobe. Der Zugang erfolgt über Tür 3 bzw. die Rampen an der Via della Ninna.

Lage und Anschluss

Die Uffizien liegen unmittelbar an der Piazza della Signoria, gleich neben dem Palazzo Vecchio, im Herzen des Centro Storico. Vom Eingang sind es wenige Schritte zur Ponte Vecchio, über die der Vasari-Korridor zum Palazzo Pitti und den Boboli-Gärten im Oltrarno führt.

Das macht die Galerie zum Mittelpunkt eines vollen Tages in der Altstadt: vormittags die Uffizien, danach Palazzo Vecchio und der Dom, oder über den Arno in den ruhigeren Stadtteil jenseits des Flusses. Wer Michelangelos Marmor-Hauptwerk sehen will, ergänzt den Besuch mit der Galleria dell’Accademia – auch dort ist die Vorab-Reservierung Pflicht. Einen kompakten Überblick über die wichtigsten Ziele gibt der Guide Top 15 Sehenswürdigkeiten.

Häufige Fragen

Muss man Uffizien-Tickets vorab buchen?+

Praktisch ja. Ohne Reservierung sind die Schlangen extrem lang. Buche online ein Zeitfenster über uffizi.it, am besten den ersten Slot um 8:15 Uhr oder ab 16 Uhr. In der Nebensaison sind die Wartezeiten kürzer.

Was kostet der Eintritt in die Uffizien 2026?+

Regulär 25 EUR an der Tageskasse, 29 EUR mit Vorabbuchung. Seit dem 1. Januar 2026 gibt es ab 16 Uhr ein Nachmittags-Ticket für 16 EUR (bzw. 20 EUR im Voraus). EU-Bürger von 18 bis 24 zahlen ermäßigt 2 EUR, unter 18 ist der Eintritt frei. Stand 2026, vor dem Besuch prüfen.

Wann ist der Eintritt frei?+

Am ersten Sonntag jedes Monats ist der Eintritt für alle frei, allerdings ohne Reservierung und mit entsprechendem Andrang. Frei sind außerdem dauerhaft unter 18-Jährige sowie Menschen mit Behinderung samt einer Begleitperson.

Was sind die Höhepunkte der Uffizien?+

Botticellis Geburt der Venus und Primavera, Leonardos Verkündigung, Raffaels Madonnen, Tizians Venus von Urbino, Michelangelos Tondo Doni und Caravaggio. Plane genug Zeit ein, die Sammlung ist riesig.

Kann man den Vasari-Korridor besuchen?+

Ja. Der Korridor ist seit dem 21. Dezember 2024 nach achtjähriger Schließung wieder geöffnet, nur mit Reservierung, Dienstag bis Sonntag und in Gruppen von maximal 25 Personen. Allein kostet er 20 EUR (24 EUR vorab), im Kombiticket mit den Uffizien 43 EUR (47 EUR vorab).

Darf man in den Uffizien fotografieren?+

Für private Zwecke ja, aber ohne Blitz, Stativ oder Selfie-Stick. Leihgaben in Sonderausstellungen dürfen nicht fotografiert werden. Rucksäcke und große Taschen müssen vorab kostenlos an der Garderobe abgegeben werden.