Mit Audioguide
Galleria dell'Accademia mit Audioguide
Eintritt zu Michelangelos David und den Sammlungen der Galerie, dazu ein digitaler Audioguide.
4 (1.019) · Tiqets
ab 39 €
Ticket buchenMichelangelos David im Original
In der Accademia steht das Original von Michelangelos David, fünf Meter aus einem Block Carrara-Marmor -, flankiert von den unvollendeten Prigioni und toskanischer Tafelmalerei.
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Mit Audioguide
Eintritt zu Michelangelos David und den Sammlungen der Galerie, dazu ein digitaler Audioguide.
4 (1.019) · Tiqets
ab 39 €
Ticket buchenDie Galleria dell'Accademia ist vor allem das Zuhause eines einzigen Weltstars: Michelangelos David. Aus einem einzigen Block Carrara-Marmor hieb der erst Mitte-zwanzigjährige Bildhauer die Figur zwischen 1501 und 1504 - 5,17 Meter hoch und rund 8,5 Tonnen schwer, die erste kolossale Marmorstatue der Hochrenaissance seit der Antike. Dargestellt ist David vor dem Kampf gegen Goliath: angespannte Wachsamkeit, die Schleuder über die Schulter gelegt, der Blick fest auf den Gegner. Für die wehrhafte Florentiner Republik war er ein Symbol, der Kleine, der dem Großen trotzt.
Von 1504 bis 1873 stand der David im Freien vor dem Palazzo Vecchio. Erst als der Marmor unter Wetter und Witterung litt, brachte man ihn in die eigens gebaute Tribuna der Accademia, eine helle Apsis mit Oberlicht am Ende des Hauptsaals. Was heute auf der Piazza della Signoria und am Piazzale Michelangelo steht, sind Kopien, das Original gibt es nur hier.
Auf dem Weg zur Tribuna flankieren Michelangelos „Prigioni" (Sklaven) den Gang, unvollendete Figuren aus dem nie fertiggestellten Grabmalprojekt für Papst Julius II. Sie scheinen sich förmlich aus dem rohen Marmor zu befreien und zeigen exemplarisch die non-finito-Technik: Wo der David glatt poliert ist, bleibt hier der Stein bewusst grob, ein seltener Einblick in Michelangelos Arbeitsweise, der vielen Besuchern fast eindrücklicher bleibt als die berühmte Hauptstatue.
Die Accademia ist mehr als ein Saal für ein Standbild, auch wenn der David alles überstrahlt. Dazu gehören eine Sammlung toskanischer Tafelmalerei vom 13. bis 16. Jahrhundert mit Goldgrund-Altären und eine bedeutende Sammlung historischer Musikinstrumente, darunter Stücke aus dem Besitz der Medici. Wer Michelangelos Werk in Florenz verfolgt, ergänzt den Besuch gut mit der Neuen Sakristei in den Cappelle Medicee und dem frühen Marmor-Tondo im Bargello.
Der Vollpreis liegt seit dem 1. Februar 2026 bei 20 EUR (zuvor 16 EUR), dazu kommt eine Reservierungsgebühr von 4 EUR. Ermäßigt zahlen EU-Bürger zwischen 18 und 25 Jahren nur 2 EUR, bis 18 Jahre ist der Eintritt frei. Offizieller Vorverkaufskanal ist B-Ticket / Firenze Musei, vom Kulturministerium autorisiert, telefonische Reservierung unter +39 055 294883.
Eine eigene Schnell-Spur gibt es nicht: Das Skip-the-Line ist die Vorab-Reservierung eines Zeitfensters selbst. Wie man Tickets für die Florentiner Museen rechtzeitig sichert, steht im Guide Tickets reservieren.
Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 8:15 bis 18:50 Uhr, der letzte Einlass ist 30 Minuten vor Schließung um 18:20 Uhr. Montags geschlossen, ebenso am 1. Januar und 25. Dezember. Im Sommer gibt es traditionell dienstags Abendöffnungen bis gegen 22 Uhr, eine Sonderöffnung mit Aufpreis, deren genaue Termine jedes Jahr gesondert angekündigt werden (2025 etwa von Anfang Juni bis Ende Juli).
Der Andrang ist hier so verlässlich wie in den Uffizien. Am ruhigsten ist es zum ersten Einlass um 8:15 Uhr oder am späten Nachmittag, und die Wochenmitte ist deutlich entspannter als das Wochenende. Selbst mit Reservierung kann sich vor dem Eingang etwas stauen, früh dran zu sein zahlt sich aus. Für den Rundgang reichen 1 bis 1,5 Stunden, das Haus ist überschaubar.
Die Accademia liegt an der Via Ricasoli 58/60, zentral zwischen der Piazza San Marco und dem Dom, im Viertel San Lorenzo & San Marco. Vom Duomo sind es nur etwa fünf Gehminuten. Gleich um die Ecke (rund 180 Meter) liegt das Museo di San Marco mit den Fresken von Fra Angelico, etwas weiter die Piazza della Santissima Annunziata mit Brunelleschis Findelhaus, dem Ospedale degli Innocenti.
Der Besuch lässt sich gut zu einem halben Tag verbinden: über die Cappelle Medicee und den Mercato Centrale zurück Richtung San Lorenzo. Wer Hintergründe zu Michelangelo und der Epoche sucht, findet sie im Guide Renaissance-Kunst.
Der erste große Stadtpalast der Medici, ab 1444 von Michelozzo erbaut. Berühmt für Benozzo Gozzolis leuchtenden Magier-Freskenzug und Luca Giordanos barocken Spiegelsaal.
Das Dommuseum bewahrt die Originale vom Domplatz - Ghibertis Paradiestür, Donatellos Skulpturen und Michelangelos Bandini-Pietà, im Neubau von 2015 mit rekonstruierter Domfassade.
Der Mercato Centrale bei San Lorenzo, eine gusseiserne Halle von 1874, vereint Frischemarkt im Erdgeschoss und Food-Court mit über zwanzig Ständen im Obergeschoss.
Die Basilica di San Lorenzo war Grab- und Hauskirche der Medici, mit Brunelleschis klarer Renaissance, Donatellos Bronzekanzeln und Michelangelos Biblioteca Laurenziana.
Santa Maria del Fiore, der gotische Dom von Florenz, trägt Brunelleschis weltberühmte Kuppel. Die Kathedrale ist gratis, der Kuppelaufstieg nur mit Reservierung.
Die Grabkapellen der Medici hinter San Lorenzo vereinen die prunkvolle Fürstenkapelle und Michelangelos Neue Sakristei mit seinen weltberühmten Allegorien der Tageszeiten.