Eintritt
Eintritt ins Bargello
Eintritt ins Museo Nazionale del Bargello samt aktueller Sonderausstellung, dazu ein digitaler Audioguide für Florenz.
4.6 (388) · Tiqets
ab 20 €
Ticket buchenRenaissance-Skulptur im ältesten Stadtpalast
Im ältesten öffentlichen Gebäude der Stadt versammelt das Bargello die weltweit wichtigste Sammlung der Renaissance-Skulptur, mit Donatellos bronzenem David und Werken Michelangelos.
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Eintritt
Eintritt ins Museo Nazionale del Bargello samt aktueller Sonderausstellung, dazu ein digitaler Audioguide für Florenz.
4.6 (388) · Tiqets
ab 20 €
Ticket buchenDas Museo Nazionale del Bargello birgt die weltweit bedeutendste Sammlung italienischer Renaissance-Skulptur, und ist trotzdem vielen Besuchern unbekannt. Genau das macht es zum ruhigen Gegenpol der überlaufenen Uffizien und der Galleria dell'Accademia: Wer Florenz in Marmor und Bronze verstehen will, findet hier dieselben großen Namen wie nebenan in der Malerei, nur ohne Schlange.
Versammelt sind Werke von Donatello, Verrocchio, Luca della Robbia, Michelangelo, Giambologna, Cellini, Brunelleschi, Bertoldo und Pollaiuolo, dazu umfangreiche Bestände an Waffen, Elfenbeinarbeiten, Majolika, Emaille und Medaillen. Es ist weniger eine einzelne Ikone als ein dichtes Netz erstrangiger Stücke, der eigentliche Schlüssel zur Florentiner Bildhauerei des 15. und 16. Jahrhunderts.
Das Gebäude selbst ist ein Höhepunkt für sich. Der wuchtige Palazzo wurde 1255 gegründet und ist das älteste öffentliche Gebäude der Stadt. Er war zunächst Sitz des Podestà, des obersten Stadtbeamten, später Amtssitz des Bargello, des Polizeichefs, dem das Haus seinen heutigen Namen verdankt. Über Jahrhunderte diente der Bau als Gefängnis und Hinrichtungsstätte; erst 1865 öffnete er als erstes Nationalmuseum Italiens.
Herzstück ist der Innenhof mit seiner offenen Freitreppe und den umlaufenden Loggien, an dessen Wänden Wappen ehemaliger Podestà prangen. Von hier verteilen sich die Säle über mehrere Stockwerke, ein Rundgang führt zwangsläufig durch die Geschichte des Hauses vom mittelalterlichen Machtsitz zum Museum.
Die Sammlung ist über mehrere Etagen auf thematisch geordnete Säle verteilt. Die wichtigsten Stationen:
Ein eigenes Stück Kunstgeschichte sind die beiden konkurrierenden Bronzereliefs zum Opfer Isaaks von Brunelleschi und Ghiberti, die Probestücke aus dem Wettbewerb von 1401 um die zweite Bronzetür des Baptisteriums, der oft als Geburtsstunde der Renaissance-Bildhauerei gilt. Beide hängen hier nebeneinander zum direkten Vergleich.
Das Bargello wird von den Musei del Bargello verwaltet und ist Dienstag bis Sonntag von 8:15 bis 18:50 Uhr geöffnet, montags geschlossen. Der letzte Einlass liegt 50 Minuten vor Schließung, also gegen 18:00 Uhr. Wer früh kommt, hat die Säle oft fast für sich.
Der Vollpreis beträgt 12 EUR, ermäßigt zahlen EU-Bürger von 18 bis 25 Jahren 2 EUR, frei ist der Eintritt bis zum 18. Geburtstag. Kostenlos ist das Museum außerdem am ersten Sonntag jedes Monats sowie am 25. April, 2. Juni und 4. November. Wer mehrere Häuser sehen will, fährt mit dem 72-Stunden-Kombiticket für 38 EUR günstiger; es gilt für alle fünf Bargello-Museen, darunter Orsanmichele, die Accademia und die Cappelle Medicee. Eine Vorbuchung ist nicht nötig, das Bargello ist selten überlaufen und kennt keine Zeitfensterpflicht. Wer dennoch vorab buchen möchte, nutzt B-ticket, den offiziellen Vorverkauf, gegen 4 EUR Aufschlag.
Fotografieren ohne kommerzielle Absicht ist erlaubt, allerdings ohne Blitz, ohne Stativ und ohne Berührung der Objekte; Selfie-Sticks sind untersagt.
Für einen Rundgang sollte man 1 bis 1,5 Stunden einplanen, genug, um die Höhepunkte in Ruhe zu sehen, ohne sich zu verlieren. Das Bargello liegt im Viertel Santa Croce an der Via del Proconsolo, nur wenige Schritte von der Piazza della Signoria und dem Palazzo Vecchio entfernt; auch die Basilica di Santa Croce ist gut zu Fuß erreichbar. Damit fügt sich das Museum mühelos in einen Tag in der östlichen Altstadt.
Eine naheliegende Kombination ist der Besuch zusammen mit dem nahen Orsanmichele, dessen Original-Skulpturen ebenfalls von den Musei del Bargello betreut werden - für beide lohnt sich das Kombiticket. Wer sich besonders für die Bildhauerei der Renaissance interessiert, findet im Kunst-Guide weitere Hintergründe; Tipps zum Vorausbuchen stehen im Ticket-Guide, und zum Zufußgehen in der Altstadt hilft der Verkehrs-Guide.
Der Palazzo Vecchio an der Piazza della Signoria ist seit dem 14. Jahrhundert Rathaus von Florenz, mit dem Saal der Fünfhundert, Michelangelos Siegesgenius und dem Torre di Arnolfo.
Der politische Hauptplatz von Florenz ist ein kostenloses Freilichtmuseum vor dem Palazzo Vecchio, mit Neptunbrunnen, einer David-Kopie und den Renaissance-Skulpturen der Loggia dei Lanzi.
Die wuchtige Zunftkirche zwischen Dom und Signoria war einst Getreidemarkt, berühmt für die Heiligenstatuen der Florentiner Zünfte in den Außennischen und das Skulpturenmuseum im Obergeschoss.
Die Galleria degli Uffizi birgt die weltweit bedeutendste Renaissance-Sammlung - Botticellis Geburt der Venus, Leonardo, Raffael, Caravaggio. Zeitfenster-Ticket vorab buchen.
Das Dommuseum bewahrt die Originale vom Domplatz - Ghibertis Paradiestür, Donatellos Skulpturen und Michelangelos Bandini-Pietà, im Neubau von 2015 mit rekonstruierter Domfassade.
Santa Maria del Fiore, der gotische Dom von Florenz, trägt Brunelleschis weltberühmte Kuppel. Die Kathedrale ist gratis, der Kuppelaufstieg nur mit Reservierung.