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Baptisterium von Florenz

Achteckige Taufkirche mit Ghibertis Paradiestür

Das Battistero di San Giovanni gegenüber dem Dom zählt zu den ältesten Bauten von Florenz – berühmt für Ghibertis vergoldete Paradiestür und die goldene Mosaikdecke.

Baptisterium von Florenz
Inhalt

Das älteste Gebäude am Domplatz

Das Battistero di San Giovanni steht gegenüber dem Dom und ist eines der ältesten und wichtigsten Bauwerke von Florenz. Der achteckige, grün-weiß marmorverkleidete Bau geht im Kern auf das 11. Jahrhundert zurück und diente über Jahrhunderte als Taufkirche der Stadt. Hier wurden sämtliche Florentiner getauft – auch der Dichter Dante, der das Baptisterium in seiner „Göttlichen Komödie” erwähnt. Geweiht ist der Bau Johannes dem Täufer, dem Schutzpatron der Stadt.

Ghibertis Paradiestür

Weltberühmt sind die drei Bronzetüren, allen voran die vergoldete Ostpforte von Lorenzo Ghiberti, die Michelangelo als „Tor zum Paradies” rühmte. Ihre zehn Reliefs schildern Szenen aus dem Alten Testament in feinster Goldschmiedearbeit. Wichtig zu wissen: Am Bau hängen heute originalgetreue Kopien. Die restaurierten Originale aller drei Türen stehen im Museo dell’Opera del Duomo in der Sala del Paradiso – wer die echten Reliefs aus der Nähe sehen will, plant das Dommuseum mit ein.

Die goldene Mosaikdecke – 2026 nicht sichtbar

Im Inneren überwölbt eigentlich eine prachtvolle goldgrundige Mosaikdecke mit dem Jüngsten Gericht den achteckigen Raum – eines der bedeutendsten byzantinisch geprägten Mosaikwerke Italiens. Aktuell ist das Gewölbe jedoch wegen Restaurierung verhängt und 2026 nicht zu sehen. Das ist der wichtigste Punkt vor einem Besuch: Ohne die Mosaike bleibt vom Innenraum vor allem die Architektur, der Marmorfußboden und das Grabmal des Gegenpapstes Johannes XXIII. von Donatello. Prüfe den aktuellen Stand vorab auf der offiziellen Seite.

Tickets und Besuch

Das Battistero ist nicht einzeln buchbar, sondern nur als Teil eines Kombitickets der Opera del Duomo. Drei Pässe schließen es ein:

  • Ghiberti Pass – 15 EUR (ermäßigt 5 EUR, 7–14 Jahre): Dommuseum, Battistero, Santa Reparata. Der günstigste Weg ins Baptisterium.
  • Giotto Pass – 20 EUR (ermäßigt 7 EUR): zusätzlich der Campanile.
  • Brunelleschi Pass – 30 EUR (ermäßigt 12 EUR): alle Monumente inklusive Aufstieg auf die Domkuppel.

Kinder unter 7 Jahren haben freien Eintritt. Den ermäßigten Ghiberti Pass für Studierende gibt es nur an der Kasse vor Ort. Der Besuch dauert ohne sichtbare Mosaike etwa 30 bis 45 Minuten. Da der Zutritt ticketgebunden ist, bilden sich hier kaum lange Schlangen – komm trotzdem am besten gleich zur Öffnung um 8:30 Uhr, bevor sich der Domplatz füllt.

Gut zu wissen

  • Fotografieren ist im Inneren erlaubt, Blitzlicht ist verboten.
  • Das Baptisterium ist rollstuhlgerecht zugänglich, Rampen sind vorhanden. Behindertengerechte WCs befinden sich gegenüber an der Piazza San Giovanni 7.
  • Wer das Battistero ohnehin im Pass hat, kombiniert es ideal mit Dom, Campanile und Dommuseum zu einem Domplatz-Rundgang. Wie man die Pässe rechtzeitig sichert, steht im Guide Tickets reservieren.

Häufige Fragen

Was ist an der Paradiestür besonders?+

Die vergoldete Osttür von Lorenzo Ghiberti, von Michelangelo „Porta del Paradiso" genannt, gilt als Meisterwerk der Frührenaissance. Ihre zehn Reliefs erzählen Szenen aus dem Alten Testament. Am Baptisterium hängen Kopien; die restaurierten Originale stehen im Museo dell'Opera del Duomo.

Kann ich das Battistero einzeln besuchen?+

Nein. Das Baptisterium ist nur im Kombiticket der Opera del Duomo zugänglich. Der günstigste Pass mit Battistero ist der Ghiberti Pass für 15 EUR, der auch Dommuseum und Santa Reparata umfasst.

Sind die goldenen Mosaike zu sehen?+

2026 nicht. Die berühmte Mosaikdecke mit dem Jüngsten Gericht ist wegen Restaurierung verhängt und nicht sichtbar. Prüfe vor dem Besuch den aktuellen Stand auf der offiziellen Seite.

Wie alt ist das Baptisterium?+

Der achteckige Bau stammt im Kern aus dem 11. Jahrhundert und gehört zu den ältesten Gebäuden von Florenz. Über Jahrhunderte wurden hier alle Florentiner getauft, darunter der Dichter Dante.