florenz.info
Museen & Galerien

Museo dell'Opera del Duomo

Skulpturenmuseum mit den Originalen vom Domplatz

Das Dommuseum bewahrt die Originale vom Domplatz – Ghibertis Paradiestür, Donatellos Skulpturen und Michelangelos Bandini-Pietà – im Neubau von 2015 mit rekonstruierter Domfassade.

Museo dell'Opera del Duomo
Inhalt

Die Originale vom Domplatz

Das Museo dell’Opera del Duomo ist eines der bedeutendsten Skulpturenmuseen der Welt. Es bewahrt die Kunstwerke, die einst Dom, Campanile und Battistero schmückten und zum Schutz vor Witterung und Abgasen durch Kopien ersetzt wurden. Träger ist die Opera di Santa Maria del Fiore, dieselbe Bauhütte, die seit dem Mittelalter den gesamten Domplatz betreut – das Museum ist damit das gesammelte Gedächtnis des Komplexes. Es liegt direkt gegenüber dem Dom im Centro Storico und gehört zu allen drei Domplatz-Pässen.

Der Neubau von 2015

Das heutige Haus wurde am 29. Oktober 2015 eröffnet und ist mehr als ein klassisches Depot: 28 Säle auf drei Ebenen zeigen über 750 Werke. Herzstück ist die Sala del Paradiso, in der Ghibertis vollständig restaurierte, vergoldete Paradiestür vor der monumentalen Rekonstruktion der mittelalterlichen Domfassade des Arnolfo di Cambio steht – jener Fassade, die 1587 abgerissen wurde und hier in Originalgröße samt der originalen Skulpturen wieder erfahrbar ist. Das ist die einzige Stelle, an der man Ghibertis Tür und die alte Fassade so gegenübergestellt sieht.

Donatello, Ghiberti und Michelangelo

Die Sammlung versammelt die großen Namen der Florentiner Bildhauerei über zwei Jahrhunderte:

  • Lorenzo Ghibertis Bronzetüren – die berühmte „Paradiestür” und die Nordtür des Baptisteriums, beide im Original.
  • Donatellos hölzerne, ausgezehrte Maria Magdalena und seine Cantoria, die Sängerempore mit den tanzenden Putten.
  • Michelangelos späte Bandini-Pietà, an der er bis ins hohe Alter arbeitete und die er selbst beschädigte. Sie wurde von November 2019 bis 2021 in einer offenen Restaurierungsbaustelle vor den Augen des Publikums gereinigt (Projekt der Friends of Florence) und steht heute wieder fertig im Saal.

Dazu kommen die originalen Reliefs vom Campanile, liturgisches Silber und Modelle von Brunelleschis Kuppel. Wer Michelangelos Werk in Florenz verfolgt, ergänzt den Besuch gut mit dem David in der Galleria dell’Accademia und den Allegorien in den Cappelle Medicee.

Tickets und Eintritt

Ein eigenes Museumsticket gibt es nicht – der Eintritt steckt ausschließlich in den drei Kombi-Pässen der Opera:

  • Ghiberti Pass (15 EUR) – die günstigste Variante mit Museum, dazu Battistero und die Krypta Santa Reparata, ohne Turmaufstieg.
  • Giotto Pass (20 EUR) – zusätzlich der Campanile.
  • Brunelleschi Pass (30 EUR) – zusätzlich der Kuppelaufstieg.

Ermäßigt zahlen Kinder von 7 bis 14 Jahren (Ghiberti Pass 5 EUR), bis 6 Jahre ist der Eintritt frei. Studierende bekommen den ermäßigten Ghiberti Pass nur an der Kasse vor Ort. Frei ist das Museum für Menschen mit Behinderung samt Begleitung, Priester und Ordensleute sowie ICOM-Mitglieder gegen Nachweis. Gebucht wird ausschließlich über die offizielle Plattform der Opera – worauf man dort achten sollte, steht im Guide Tickets reservieren.

Praktisch heißt das: Wer ohnehin Kuppel oder Campanile besteigt, hat das Museum schon bezahlt und sollte es nicht auslassen. Für den Pass muss man – anders als für den Kuppelaufstieg – kein festes Zeitfenster reservieren; man betritt das Museum innerhalb der dreitägigen Gültigkeit ohne Uhrzeitbindung.

Besuch und Praktisches

Für den Rundgang sollte man 1,5 bis 2 Stunden einplanen. Geöffnet ist täglich von 8:30 bis 19:00 Uhr, ohne Sommer-Winter-Unterschied; geschlossen bleibt das Haus am ersten Dienstag jedes Monats. Das Museum ist vollständig barrierefrei – Aufzüge führen zu allen drei Ebenen und zur Panoramaterrasse mit Blick auf Brunelleschis Kuppel, Rollstühle stehen am Eingang bereit.

Das Haus ist meist deutlich ruhiger als die übrigen Stationen am Domplatz und damit ein guter, klimatisierter Abschluss eines Rundgangs – am besten gegen Ende des Tages, wenn die Schlangen vor Dom und Baptisterium am dichtesten sind. Wie das Museum in den Domplatz-Komplex und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten passt, zeigen die Überblicke zum Dom von Florenz und die Top 15 Sehenswürdigkeiten; die kunsthistorische Einordnung liefert der Guide zur Renaissance-Kunst.

Häufige Fragen

Warum lohnt sich das Dommuseum?+

Hier stehen die empfindlichen Originale, die am Domplatz durch Kopien ersetzt wurden – Ghibertis vergoldete Paradiestür, Donatellos Maria Magdalena und Michelangelos späte Bandini-Pietà. Der 2015 eröffnete Neubau mit der rekonstruierten alten Domfassade ist meist überraschend ruhig und klimatisiert.

Ist das Museum im Dom-Ticket enthalten?+

Ja. Es gibt kein Einzelticket nur fürs Museum – der Eintritt steckt in allen drei Domplatz-Pässen. Wer ohnehin Kuppel oder Campanile besteigt, hat das Museum bereits abgedeckt. Wer nur das Museum samt Battistero und Krypta sehen will, nimmt den günstigsten Ghiberti Pass für 15 EUR.

Was kostet der Eintritt und welcher Pass ist der richtige?+

Der günstigste Weg ins Museum ist der Ghiberti Pass für 15 EUR (ermäßigt 5 EUR von 7 bis 14 Jahren, frei bis 6 Jahre), der Museum, Battistero und Santa Reparata abdeckt. Der Giotto Pass (20 EUR) deckt zusätzlich den Campanile ab, der Brunelleschi Pass (30 EUR) auch den Kuppelaufstieg. Ein reines Museumsticket gibt es nicht.

Wann ist das Museum geöffnet und wann geschlossen?+

Geöffnet ist täglich von 8:30 bis 19:00 Uhr, ohne saisonale Staffelung. Geschlossen bleibt das Haus am ersten Dienstag jedes Monats. Da die Zeiten sich ändern können, lohnt vor dem Besuch ein Blick auf die offizielle Seite.

Ist das Museum barrierefrei?+

Ja, vollständig. Aufzüge erschließen alle drei Ebenen und die Panoramaterrasse, Rollstühle stehen am Eingang bereit. Menschen mit Behinderung und eine Begleitperson haben gegen Nachweis freien Eintritt ins Museum.