Giottos Turm
Der Campanile neben dem Dom wurde 1334 vom Maler Giotto entworfen und nach seinem Tod von Andrea Pisano und Francesco Talenti vollendet. Mit rund 84,7 Metern Höhe über einer quadratischen Basis von etwa 15 Metern Seitenlänge und seiner Verkleidung aus weißem, grünem und rosa Marmor ist der Glockenturm ein Meisterwerk der gotischen Florentiner Baukunst – und einer der markantesten Bauten am Domplatz.
Reliefs und Statuen
Den Turm schmücken rund 56 sechseckige Reliefs in zwei Registern und 16 lebensgroße Statuen. Die Reliefs stammen von Andrea Pisano und seiner Werkstatt und wurden später von Luca della Robbia vollendet; unter den Statuen finden sich Werke von Donatello – darunter der berühmte „Zuccone” – und Nanni di Bartolo. Was heute am Turm zu sehen ist, sind Kopien: Die Originale stehen aus Schutzgründen im Museo dell’Opera del Duomo.
Aufstieg mit dem besten Blick
Über 414 Stufen geht es ohne Aufzug auf die oberste Terrasse, vorbei an drei übereinander liegenden Loggien mit immer weiteren Stadtblicken. Der Lohn ganz oben: der klassische Postkartenblick, bei dem Brunelleschis Kuppel direkt gegenüber im Bild steht – etwas, das vom Aufstieg auf die Kuppel selbst nicht möglich ist. Am Vormittag steht das Licht günstig für dieses Motiv. Der Betreiber rät Personen mit Herzleiden, Schwindel oder Klaustrophobie vom Aufstieg ab.
Tickets und Besuch
Ein separates Campanile-Ticket gibt es nicht – der Aufstieg ist nur Teil eines Kombitickets der Opera di Santa Maria del Fiore. Der Giotto Pass (20 EUR) umfasst Campanile, Dommuseum, Baptisterium und die Krypta Santa Reparata; der Brunelleschi Pass (30 EUR) zusätzlich die Domkuppel. Mit dem Giotto Pass wählt man beim Kauf ein festes Zeitfenster, mit dem Brunelleschi Pass steigt man flexibel innerhalb von drei Tagen auf. Welcher Pass zu welcher Tour passt und worauf man bei der Buchung achten sollte, steht im Guide Tickets reservieren.
Geöffnet ist täglich von 8:15 bis 18:45 Uhr (letzter Einlass). Für den Campanile selbst sollte man mit 45 bis 60 Minuten rechnen; er lässt sich gut mit dem Dom und den übrigen Stationen am Domplatz zu einem halben Tag verbinden.