Museum und Turm
Palazzo Vecchio mit Turmaufstieg
Eintritt in die Prunksäle und Aufstieg auf den Torre di Arnolfo.
ab 49 €
Ticket buchenRathauspalast mit Saal der Fünfhundert & Turm
Der Palazzo Vecchio an der Piazza della Signoria ist seit dem 14. Jahrhundert Rathaus von Florenz, mit dem Saal der Fünfhundert, Michelangelos Siegesgenius und dem Torre di Arnolfo.
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Museum und Turm
Eintritt in die Prunksäle und Aufstieg auf den Torre di Arnolfo.
ab 49 €
Ticket buchenDer Palazzo Vecchio ist seit dem 14. Jahrhundert das politische Zentrum von Florenz und bis heute Rathaus der Stadt. Der wuchtige, festungsartige Bau mit Zinnenkranz und dem hoch aufragenden Torre di Arnolfo beherrscht die Piazza della Signoria - zusammen mit der davorstehenden Skulpturengalerie bildet er die wohl eindrucksvollste Platzkulisse der Stadt. Errichtet als Sitz der Stadtregierung, wurde der Palast im 16. Jahrhundert zur herzoglichen Residenz: Cosimo I. de' Medici ließ ihn von Giorgio Vasari prunkvoll umbauen, ehe die Familie 1565 in den Palazzo Pitti übersiedelte. Seither heißt das alte Regierungsgebäude „Palazzo Vecchio", der alte Palast.
Verwaltet wird das Museo di Palazzo Vecchio von den Musei Civici Fiorentini, den städtischen Museen, betrieben von MUS.E. Es ist damit eines der wenigen großen Häuser, die der Stadt selbst gehören und nicht dem Staat wie Uffizien oder Accademia.
Das Prunkstück im Inneren ist der gewaltige Salone dei Cinquecento, der „Saal der Fünfhundert", benannt nach dem Großen Rat der Republik, der hier tagte. Cosimo I. ließ den Saal von Vasari zwischen 1563 und 1565 zur Verherrlichung der Medici-Herrschaft umgestalten. Die monumentalen Schlachtenfresken an den Wänden zeigen die Siege Cosimos über die Rivalen-Republiken Pisa und Siena, darunter die Einnahme Sienas, die Eroberung von Porto Ercole und der Sieg bei Marciano/Scannagallo von 1554. Wer die Bilder liest, liest die Festigung der Medici-Macht über die ganze Toskana.
Im Saal steht außerdem Michelangelos „Genius des Sieges" (Genio della Vittoria), eine vollplastische Marmorgruppe von 1532-1534. Ursprünglich war sie für das nie vollendete Grabmal Papst Julius' II. bestimmt; nach Änderung des Projekts blieb sie ungenutzt und kam nach Michelangelos Tod über dessen Neffen Leonardo an Cosimo I., der sie 1565 hier aufstellen ließ. Eine berühmte Legende will, dass sich hinter Vasaris Fresken ein verschollenes Wandbild Leonardo da Vincis verbergen könnte, belegt ist das bis heute nicht.
Bevor man überhaupt ein Ticket löst, lohnt der erste Innenhof, der frei zugänglich ist. Er wurde 1453 von Michelozzo gestaltet; in der Mitte steht ein Porphyrbrunnen mit einer Kopie von Verrocchios „Putto mit Delfin" (um 1476, das Original im Inneren). Vasari vergoldete die Säulen und versah sie mit Stuck; die Wandfresken von 1565 zeigen 14 Städte der Habsburgermonarchie - darunter Wien und Prag, und entstanden zur Hochzeit Francesco I. de' Medici mit Johanna von Österreich.
Über eine Steintreppe mit 223 Stufen geht es hinauf auf den Torre di Arnolfo, einen der höchsten Aussichtspunkte der Altstadt mit direktem Blick auf den Dom und über die Dächer. Der Aufstieg ist nur mit reserviertem Zeitfenster möglich und bleibt bei Regen geschlossen, während der Wehrgang zugänglich bleibt. Kinder unter 6 Jahren sind nicht zugelassen.
Unter dem Palast liegen die Ausgrabungen eines römischen Theaters, sie sind aktuell aus Sicherheitsgründen für das Publikum gesperrt. Plane sie also nicht fest ein und prüfe vor dem Besuch, ob sie wieder geöffnet haben.
Das Museum ist montags, dienstags, mittwochs sowie freitags bis sonntags 9:00-19:00 Uhr geöffnet, donnerstags nur bis 14:00 Uhr. Der Torre di Arnolfo schließt an denselben Tagen bereits um 17:00 Uhr (donnerstags 14:00 Uhr). Der Ticketverkauf endet eine Stunde vor Schließung.
Der Museums-Vollpreis beträgt 18 EUR, ermäßigt 12 EUR für 18- bis 25-Jährige und Studierende, unter 18 ist der Eintritt frei. Der Turm wird getrennt verkauft und kostet 20 EUR, ermäßigt 13 EUR; ein offizielles städtisches Kombiticket aus Museum und Turm zum Paketpreis gibt es nicht. Beim Online-Kauf kommt 1 EUR Vorverkaufsgebühr hinzu. Frei ist der Eintritt außerdem für Menschen mit Behinderung samt Begleitung, akkreditierte Journalisten, Fremdenführer und Schulgruppen mit Lehrkraft sowie am ersten Sonntag jedes Monats für alle.
Tickets buchst du am besten online über den offiziellen Anbieter ticketsmuseums.comune.fi.it; der Zutritt erfolgt nur mit reserviertem Zeitfenster, die Kontingente sind begrenzt, das gilt besonders für den Turm. Vor Ort wird 2026 überwiegend bargeldlos gezahlt.
Für das Museum solltest du 1,5 bis 2 Stunden einplanen, mit Turmaufstieg etwas mehr. Am ruhigsten ist es am Vormittag gleich nach Öffnung; den Turm lohnt sich, bei klarer Sicht einzuplanen. Wer nur den Innenhof sehen möchte, kommt jederzeit kostenlos hinein.
Der Palast liegt mitten im Centro Storico direkt an der Piazza della Signoria, von der aus alles Weitere zu Fuß erreichbar ist: die Uffizien grenzen unmittelbar an, der Ponte Vecchio und das Bargello liegen nur wenige Minuten entfernt, und auch Orsanmichele und der Dom sind bequem zu Fuß zu schaffen. Damit fügt sich der Palazzo Vecchio mühelos in einen Rundgang durch die östliche Altstadt.
Da der Zutritt nur mit Zeitfenster funktioniert, hilft vor der Reise der Guide Tickets reservieren; einen kompakten Überblick über die wichtigsten Häuser gibt der Überblick Sehenswürdigkeiten in Florenz.
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Die Galleria degli Uffizi birgt die weltweit bedeutendste Renaissance-Sammlung - Botticellis Geburt der Venus, Leonardo, Raffael, Caravaggio. Zeitfenster-Ticket vorab buchen.
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Der Ponte Vecchio ist die älteste Brücke von Florenz und trägt seit 1593 kleine Goldschmiedeläden über dem Arno, darüber den wieder zugänglichen Vasari-Korridor.